Arbeitsschwerpunkte

Partizipation

Lange Zeit habe ich mich mit Verfahren der politischen Partizipation beschäftigt. Diese sollen Bürger in diskursiver Weise an politischen Entscheidungsprozessen beteiligen. Dabei entstehen etliche Herausforderungen und Konflikte: Welche Bürger werden etwa ausgewählt, wenn nur eine begrenzte Teilnahme möglich ist? Wie werden derartige Veranstaltungen organisiert, welche kommunikativen Regeln werden vorgegeben bzw. bilden sich heraus? Insbesondere bei der partizipativen Technikfolgenabschätzung kommt zudem noch das problematische Verhältnis von Experten und Laien hinzu. Wie lassen sich komplexe Themen mit Expertise fundieren, ohne dass diese selbst für politische Ziele instrumentalisiert wird?

 

Neben diversen Lehrveranstaltungen in meinem Soziologiestudium, konnte ich derartigen Fragen auch in einem Stipendium als Forschungsstudierender am Graduiertenkolleg des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) nachgehen. Zudem besuchte ich Veranstaltungen wie die Dresdener Bürgerkonferenz Meeting of Minds (siehe auch Publikationen).

 

2007/2008 begann ich mich besonders für elektronische Partizipation (also vor allem im Internet durchgeführte Verfahren der Bürgerbeteiligung) zu interessieren. Dazu wertete ich für Zebralog Teile des Online-Dialogs zur Nachnutzung des Flughafens Berlin-Tempelhof sozialwissenschaftlich aus. Zudem sammelte ich in einem anschließenden Praktikum als Moderator auf einer Webseite zum Bürgerhaushalt der Stadt Bergheim praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet. In einem weiteren Praktikum am Wiener Institut für Technikfolgen-Abschätzung konnte ich mich diesem Thema schließlich noch näher widmen und weitere Interessensgebiete entwickeln (siehe Interactive Science und Wissen online).